Viele haben ja bereits von der Boot 132 Methode gehört oder gelesen, mit welcher es möglich ist Retail DVDs zu installieren auf nicht Apple Hardware.
Diese Methode hat viele Nutzungsmöglichkeiten, so kann man nun z.B. einen Bootloader konstruieren, durch den man jede Leopard Version updatefähig machen kann ohne das System zu patchen oder ein System so Vanilla wie möglich zu halten.
Habe beide Vorgehensweisen ausprobiert und es stellte sich heraus, dass die zweite Herangehensweise nocht nicht sehr ausgereift ist, so dass ich viele kexts durch den Bootloader nicht ins System einbinden konnte. Deshalb werde ich euch die erste Vorgehensweise beschreiben, da die 2te zur Zeit zu experimentel ist. Der Datenteil des Bootloaders wird dabei in die unsichtbare EFI Partition eures Betriebssystems integriert.
Was ihr benötigt:
-Eine bereits installierte Distribution, welche funktionsfähig ist
-EFI Studio bzw. Hex eurer Grafikkarte
-GUID Partitionierung eurer Festplatte MBR zur Zeit so nicht nutzbar
Kleine Erklärung:
Der Vereinfachung halber schreibe ich immer diskX bzw. diskXsY, X und Y sind Platzhalter, da es immer drauf ankommt auf welcher Festplatte und Partition es bei euch eingerichtet ist.
Vorgehensweise:
1. Die EFI Partition nutzbar machen
1) Terminal öffnen
2) sudo -s (Passwort eingeben)
3) diskutil info / (Zeigt euch die Werte diskXsY für euer System an, welches ihr gebootet habt)
4) diskutil list (diskXs1 sollte EFI heissen, das ist die versteckte Partition)
5) diskutil eraseVolume "HFS+" "EFI" /dev/diskXs1 (jetzt sollte die Partition formatiert sein)
2. Den modifizierten Bootloader installieren
1) Das Bootloader Paket entpacken z.B. nach /
2) im Terminal in diesen Ordner Navigieren mit cd /(dein Ordner der fdisk usw. beinhaltet)
3) ./fdisk -f boot0 -u -y /dev/rdiskX (Das schreibt den Stage 0 Bootloader auf die Platte)
4) dd if=boot1h of=/dev/rdiskXs1 (Das schreibt den Stage 1 Bootloader in die EFI Partition)
5) mkdir /Volumes/EFI
6) mount_hfs /dev/diskXs1 /Volumes/EFI
7) cp boot-turbo.bin /Volumes/EFI/boot
8) cp update.sh /Volumes/EFI/
3. Die Festplatte bootfähig machen
1) ./fdisk -e /dev/rdiskX
2) f 1
3) w
4) q
4. EFI Bootloader einstellen
1) mkdir -p /Volumes/EFI/System/Booter
2) mkdir /Volumes/EFI/Extensions
3) wichtige Kexts rein kopieren z.B.
cd (Ordner mit den Kexts)
cp -R *.kext /Volumes/EFI/Extensions
4) bei nicht Vanilla CPUs den gepatchten Kernel kopieren
cd (Ordner des gepatchten kexts)
cp mach_kernel /Volumes/EFI
5) cd /Volumes/EFI
chmod +x update.sh
sudo ./update.sh (Das erstellt einen Kextcache in System/Booter)
6) umount -f /Volumes/EFI
7) rm -rf /Volumes/EFI
8) Wenn ihr ein Vanilla kernel habt wars das, wenn nicht müsst ihr die UUID eures Systems notieren sonst bootet das System nicht. Die könnt ihr im Festplattendienstprogramm ablesen.
5. Testboot
Wenn ihr den Vanillakernel nutzt müsst ihr beim Booten nur Enter drücken, wenn nicht müsst ihr folgendes eingeben:
bt(0,0)/mach_kernel -v boot-uuid=(die UUID die iht notiert habt)
Das wars nun müsstet ihr jedes Update ohne Angst aufspielen können.
Habe mein System auch zur Zeit in dieser Form.
Hoffe ich kann hiermit vielen Helfen ^^
Bis zum nächsten Post.